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UCC Codes

Der UCC Code hat verschiedene Väter (und Mütter) und wird mittlerweile für die Kennzeichnung von Waren im Handelsverkehr als Standard eingesetzt.

Grundsätzlich handelt es sich hier um einen sehr einfachen Code. Jeweils ein Paar aus db Code und Wert beschreibt die Information. Siehe Codeliste.

Struktur:

UCC Codes werden von links nach rechts aufgebaut und sind nicht - wie gewöhnliche Zahlen - von rechts nach links sortiert!

Das heisst, es gibt z.B. einen Code 30 und es darf keinen Code "300" oder "30xxx" geben.
Oder es gibt einen Code "310" aber keinen "3102" oder "310xxx".

Nur so ist es möglich, dass man die Zeile durchgehen und sicher sein kann, dass sobald ein gültiger Code erkannt wurde, dieser auch eindeutig ist und die folgenden Stellen wirklich Daten enthalten!

Gäbe es neben dem Code "410" noch z.B. "41012", wäre nicht mehr zu unterscheiden, ob es sich bei "12" um die beiden ersten Informationen zum Code "410" handelt, oder ob gerade erst der Code "41012" noch ohne Daten gelesen wurde.

Es handelt sich dabei um Informationsfelder mit fester Länge, aber auch variable Felder sind zur Platzoptimierung vorgegeben.
Als Beispiel für einen variablen Code sei die (10) genannt: Chargen- oder Losnummer. Sie kann bis zu 20 Zeichen lang sein. Die tatsächliche Länge wird aber durch ein Stoppzeichen oder das Zeilenende markiert.
Einige Codes sind in ihrer Bedeutung nochmals mengenvariabel.
So besagt z.B. der Code 310 (Nettogewicht in Kilogramm), dass die erste Ziffer in der Information die Anzahl der Nachkommastellen der folgenden Zahl angibt.

Damit ist es bei geringstem Platzbedarf möglich, mehrere Tonnen, aber auch Kilo bis auf´s Gramm genau einzutragen!

Es sind derzeit ca. 100 Codes festgelegt. Einige sind schon bewusst als frei verwendbar definiert worden. Diese dienen für bilaterale Absprachen zwischen zwei oder mehr Partnerfirmen und können z.B. für eigene Nummernkreise genutzt werden.

Mit diesen kann man alle Parameter im Transport- und Verarbeitungswesen beschreiben und der Ware vereinheitlicht mitgeben.

Gleichzeitig ist der Adressraum an Codes so großzügig bemessen (eigentlich unendlich), dass sich auch mittelfristig der gesamte eClass™ Standard damit abbilden läßt!
Das wird vermutlich der nächste Schritt werden...

UCC Codes als Barcode

Es bot sich geradezu an, diese Codes mit einem Barcode (in der Regel EAN128) zu koppeln und somit die zur Ware notwendigen Informationen maschinenlesbar zu machen!

Es spricht nichts dagegen, eine beliebige Anzahl Codes in einer Zeile zusammenzufassen, um damit die Informationen noch mehr zu bündeln. Die Grenze wird von den derzeitig üblichen Scannern gesetzt und dürfte bei 48 Zeichen liegen.

Ein typisches Label einer Palette enthält die Informationen im oberen Bereich im Klartext

Weiter sind eine oder mehrere Barcodezeilen mit darunter stehender Klartextzeile aufgebracht.

In diesen sind die Informationen zusammengefasst. Je nach Umfang können es bis zu sieben Zeilen Barcode werden!

Die Zeile unter dem Barcode gibt nicht den Inhalt des tatsächlich zu lesenden Codes wieder, sondern ist nur auf den Menschen ausgerichtet!

Die Klammern, die das Lesen erleichtern sollen, sind im Barcode nicht enthalten!

Gleichzeitig sieht man bei dem Muster auch ein schönes Beispiel dichterischer Freiheit, welches auch dem System innewohnte, mit dem dieses Label erzeugt wurde:

Den Code 3302 gibt es nicht, es gibt nur den mengenvariablen Code 330 (Bruttogewicht in Kilogramm).
Dessen Definition besagt, dass die erste Stelle der folgenden Daten die Anzahl der Nachkommastellen wiedergibt!

Korrekt hätte diese Kombination also lauten müssen: (330)2042000 um die 420 Kilo auszudrücken.

Dafür werden in der Textzeile die im Barcode vorhandenen Steuerzeichen, welche den Code einleiten und die Felder variabler Länge begrenzen, nicht angezeigt.

So wird der Scanner die Daten für die unterste Zeile lesen:


]C100340066547000003837

Die Nachbearbeitung des Scans ist also ein wenig komplexer: Jedes Zeichen muß einzeln gelesen werden um zunächst den Code und anschliessend die eigentlichen Daten zu ermitteln.

Bei der vorliegenden Zeile ist es noch recht einfach: Es beginnt mit dem Steuerzeichen "]C1", welches jede gültige Zeile einleitet. Dann wird der Code 00 - (Nummer der Versandeinheit) - erkannt.
Auf diesen folgen 18 Stellen Daten und damit ist die Zeile gelesen.

Anders verhält es sich bei der Zeile darüber. Der Scanner liest:


]C130720#9014999#3302042000

"]C1" ist wieder die Einleitung, der Code 30 - (Stückzahl) - wird als Erstes erkannt.
Code 30 ist ein variabler Code, bei dem jetzt bis zu acht Stellen, begrenzt von einem Stopzeichen (dargestellt als "#") oder dem Zeilenende folgen. Hier: 720 Stück.

Es folgt Code 90, bei diesem Label vereinbart als Chargennummer. Ebenfalls variabel mit bis zu 30 Stellen und dem Stopzeichen. Das ist also als Charge 14999 zu lesen.

Und als Letztes Code 330 (Bruttogewicht in Kilogramm). Wie schon oben gesagt ein mengenvariabler Code mit einer Informationsstelle, hier (2) und festen sechs Datenstellen.
Das ergibt 042000. Lt. Informationsstelle ist das Komma zwei Stellen nach links zu schieben, also 420Kg.

Es ist also schon noch ein gewisser Aufwand notwendig, bevor die Daten in ein System übernommen werden können!

Eine Lösung stellen wir Ihnen mit Label express in verschiedenen Ausprägungen zur Verfügung!

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